Die endoskopische Schlauchmagenbildung (ESG) ist ein neueres, minimalinvasives Verfahren zur Gewichtsabnahme. Ein Nahtgerät wird über den Rachen in den Magen eingeführt; der Endoskopiker legt Nähte, um den Magen zu verkleinern.
Sie kann eine Option sein, wenn Sie deutlich übergewichtig sind - typischerweise mit einem Body-Mass-Index (BMI) von 30 oder mehr - und Ernährung sowie Bewegung nicht ausgereicht haben. ESG hilft beim Abnehmen, indem sie begrenzt, wie viel Sie essen können - mit geringerem Operationsrisiko als bei klassischer Chirurgie und einem schnelleren Wiedereinstieg in den Alltag.
Wie bei anderen Adipositas-Verfahren erfordert ESG eine dauerhafte Verpflichtung zu einem gesünderen Lebensstil: dauerhafte Veränderungen der Ernährung und regelmäßige Bewegung sind entscheidend für den langfristigen Erfolg.
Warum wird der Eingriff durchgeführt?
Die endoskopische Schlauchmagenbildung hilft beim Abnehmen und kann das Risiko schwerwiegender gewichtsbedingter Gesundheitsprobleme senken. Sie wird in der Regel erst erwogen, nachdem Sie bereits versucht haben, durch bessere Ernährung und mehr Bewegung abzunehmen.
- Herzkrankheiten und Schlaganfall
- Bluthochdruck
- Nichtalkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) oder nichtalkoholische Steatohepatitis (NASH)
- Schlafapnoe
- Typ-2-Diabetes
- Osteoarthritis (Gelenkschmerzen)
Sind Sie geeignet?
ESG steht Menschen mit einem BMI über 30 zur Verfügung, die mit Lebensstiländerungen allein keine dauerhafte Gewichtsabnahme erreicht haben und die für eine klassische bariatrische Operation nicht infrage kommen - oder diese nicht wünschen.
Sie ist nicht für jeden geeignet, der übergewichtig ist. Ein Screening hilft den Ärzten zu entscheiden, ob der Eingriff für Sie Nutzen bringen kann. Sie müssen bereit sein, gesunde Lebensstiländerungen, regelmäßige Nachsorge und Verhaltenstherapie mitzutragen.
ESG ist nicht geeignet bei großer Hiatushernie oder bei Erkrankungen mit gastrointestinaler Blutung - etwa Gastritis oder Magengeschwürkrankheit.
Risiken und erwarteter Gewichtsverlust
Bislang zeigt ESG ein günstiges Sicherheitsprofil. In den ersten Tagen können Schmerzen und Übelkeit auftreten; diese Symptome lassen sich meist medikamentös behandeln, und die meisten Menschen fühlen sich nach wenigen Tagen besser.
Auch wenn ESG nicht als vorübergehender Eingriff gedacht ist, kann sie bei Bedarf später in eine andere bariatrische Operation überführt werden.
In Kombination mit Lebensstiländerungen führt ESG typischerweise zu etwa 15 % bis 20 % Gesamtkörpergewichtsverlust nach 12 bis 24 Monaten.
Vorbereitung auf den Eingriff
Wenn Sie geeignet sind, gibt Ihnen Ihr Betreuungsteam konkrete Anweisungen. Vorab können Labortests und Untersuchungen nötig sein, ebenso Einschränkungen bei Essen, Trinken und Medikamenten. Möglicherweise sollen Sie ein Bewegungsprogramm beginnen.
Planen Sie die Erholung vor: organisieren Sie Unterstützung zu Hause. Die Erholung nach ESG dauert in der Regel nur wenige Tage.
Während des Eingriffs
ESG findet in der Endoskopie-Einheit als ambulanter Eingriff unter Vollnarkose statt - Sie sind bewusstlos.
Ein flexibler Schlauch mit Kamera und endoskopischem Nahtgerät (Endoskop) wird über den Rachen in den Magen eingeführt. Die Kamera ermöglicht dem Endoskopiker den Eingriff im Magen ohne Bauchschnitte.
Die Nähte formen den Magen zu einer schlauchartigen Struktur, sodass Sie früher satt werden und weniger essen. Der Eingriff dauert üblicherweise etwa 60 bis 90 Minuten.
Nach dem Eingriff
Sie wachen im Aufwachraum auf, während das Team auf Komplikationen achtet. Die meisten gehen am selben Tag nach Hause; manche brauchen einen kurzen Klinikaufenthalt von einem Tag oder weniger zur Beobachtung.
Essen ist in der Regel einige Stunden lang nicht erlaubt; danach beginnt eine Flüssigkost für mindestens zwei Wochen, bevor Halbfestkost und schließlich eine gesunde Normalkost folgen.
Ergebnisse
Wie bei jedem Abnehmprogramm spielen Ernährung, Bewegung und emotionale Gesundheit eine große Rolle. Wer das Programm vollständig einhält, kann typischerweise etwa 12 % bis 20 % des Körpergewichts in einem Jahr verlieren.
ESG kann auch gewichtsbedingte Beschwerden verbessern - darunter Risiken für Herzkrankheit oder Schlaganfall, Bluthochdruck, schwere Schlafapnoe, Typ-2-Diabetes, Refluxkrankheit (GERD) und Osteoarthritis.
Wenn die Gewichtsverlust-OP nicht greift
Es ist möglich, zu wenig abzunehmen oder nach jedem Adipositas-Verfahren wieder zuzunehmen - auch wenn der Eingriff selbst korrekt verlaufen ist. Das passiert oft, wenn die empfohlenen Lebensstiländerungen nicht eingehalten werden.
Um einer erneuten Gewichtszunahme vorzubeugen, brauchen Sie dauerhaft gesunde Ernährungsgewohnheiten sowie regelmäßige körperliche Aktivität und Bewegung.
Sprechen Sie mit unserem Team
Wenn Sie ESG in Großbritannien oder in einer vertrauenswürdigen Klinik im Ausland in Betracht ziehen, erklären unsere Koordinatoren Eignung, Wege und Nachsorge in klarer Sprache. Fragen Sie nach einer kostenlosen, vertraulichen Beratung.